Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo!
Datum: 2025/06/25 – Themenbereiche: [Politik] [Verkehr und Verkehrspolitik]
Anlässlich des Verkehrsunfalls mit Todesfolge für ein Schulkind und den Begleiter sowie fünf weiteren Verletzten[1, 2] organisierte der ADFC Köln e.V.[3, 4, 5, 6, 7, 8, 9] eine Radtour[10] zur Kundgebung am Unfallort in Hürth[11, 12, 13, 14, 15, 16], an der rund 800 tief erschütterte Personen teilnahmen.[17, 18] Die Angehörigen beider getöteten Verkehrsopfer haben sich trotz des psychologischen Drucks dazu entschieden, ihre verlorenen Familienmitglieder zur Organspende freizugeben.[19, 20]
Hinweis: Es gibt ein Video, welches einige Impressionen der Radtour zeigt und in dem die Kernaussagen der verschiedenen RednerInnen zusammengefasst sind.[21]
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 1/30)
Verkehrspolitischer Arbeitsauftrag No. 1: 50 tote Kinder im Straßenverkehr sind 50 Kinder zu viel.[22] In tiefer Verbundenheit: Avin & Luis ♥
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 2/30)
Von der begleitenden Polizei an diesem Tage gut abgesichert radelten sie auf der temporären Fahrradautobahn von Köln[23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34] ...
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 3/30)
... nach Hürth.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 4/30)
Solche Unfälle gehen immer vor allem zulasten der Schwächsten im Straßenverkehr:
NO MORE GHOSTBIKES[35, 36].
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 5/30)
Die Ankunft am Treffpunkt
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 6/30)
Organisatorische Hinweise vom Demonstrationsanmelder Axel Fell (ehemaliger Landesvorsitzender ADFC NRW e.V.[37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47])
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Audio 1/2)
Organisatorische Hinweise zum Demonstrationsverlauf von Axel Fell (Audio 1/2) [MP3]
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 7/30)
Diese junge Frau hatte aus gutem Grund ein hohes Mitteilungsbedürfnis:
NO MORE GHOSTBIKES.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 8/30)
Die Polizei sicherte an diesem Tag die Veranstaltung.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 9/30)
Mit einer besseren Ampel-Taktung und einer angemessenen Geschwindigkeitsbegrenzung an der Frechener Straße könnten Leben gerettet werden.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 10/30)
Klar und deutlich ausgedrückt: Ein Auto ist eine tödliche Waffe.[48, 49, 50, 51, 52, 53] VISION ZERO[54, 55] SOFORT!!
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 11/30)
Die beiden ÄrztInnen[56] starteten eine Petition: Hürth muss reagieren – KEINE WEITEREN TOTEN AN DER FRECHENER STRASSE![57]
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 12/30)
Gemeinsam starteten sie zum Gedenken der Unfallopfer einen Schweigemarsch, ...
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 13/30)
... dem eine große Menge Mitfühlender folgte.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 14/30)
Am Unfallort/Trauerort angekommen ...
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 15/30)
... gedachten sie der Toten ...
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 16/30)
... und versammelten sich zur Kundgebung rund um den Unfallort.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 17/30)
Moderatorin Anja Georg (Kidical Mass Kerpen)[58]
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 18/30)
Dr. med. Ingo Benz[59] und ...
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 19/30)
... Dr. med. Zeynep Fuchs
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 20/30)
Steffen Brückner (Kidical Mass Köln[60, 61, 62, 63, 64])
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 21/30)
Die beiden Gedenkschilder für die getöteten Verkehrsopfer
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 22/30)
Noch sichtbar: die Markierungen auf der Straße zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 23/30)
Sichtbar bewegt stützten sie sich gegenseitig
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 24/30)
Christiane Birgden[65, 66] (Pfarrerin in Hürth)
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 25/30)
Große Anteilnahme an den Trauerreden
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 26/30)
Abschließend: ein empathischer und kämpferischer Axel Fell
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Audio 2/2)
Die gehaltenen Ansprachen (Audio 2/2) [MP3]
Es wurde zu folgenden Themen gesprochen:
- Anja Georg eröffnete die Reden mit den Verhaltensregeln und einer Schweigeminute zum Gedenken der beiden getöteten Verkehrsopfer Avin und Luis und erinnerte an die vorherigen Verkehrsopfer in der Region.
- Sie begrüßte und nannte einige Unterstützende der Mahnwache: ADFC Rhein-Erft e.V.[67], ADFC Köln e.V., Bicycle Mayor of Cologne[68, 69, 70], Fahrrad-Entscheid Köln[71, 72, 73], Fuss e.V.[74, 75, 76, 77, 78, 79], IG Lebenswerte Lux[80, 81, 82], Kidical Mass Brühl[83], Frechen[84, 85] und Kerpen[86], VCD Regionalverband Köln e.V.[87, 88, 89] und VCD Landesverband NRW e.V.[90, 91, 92, 93, 94] sowie die anwesenden vom Unfall direkt Betroffenen.
- Unter dem Verweis auf die Geisterräder kündigte sie die Aufstellung der beiden die Unfallopfer stellvertretenden Figuren an und berichtete davon, dass von einem getöteten Unfallopfer im Durchschnitt 103 Personen mitbetroffen sind.
- Sie stellte die beiden PetentInnen vor: Keine weiteren Toten an der Frechener Straße und erinnerte an den für einen 7-jährigen Jungen tödlichen Unfall im Jahr 2018.[95, 96]
- Ingo Benz drückte tief betroffen seine Trauer über den Unfall und seine Wut über die Untätigkeit der verantwortlichen LokalpolitikerInnen in Hürth aus, bedankte sich für die Anteilnahme und kündigte an, dass dieser Vorfall der Anlass ist, dass sie gemeinsam für eine Änderung der gefährlichen Verkehrssituation kämpfen werden. Er dankte explizit den Helfenden, die die Organisation dieser Mahnwache ermöglicht haben.
- Er betonte die Dringlichkeit der Petition und dass solche tödlichen Unfälle vermeidbar sind.
- Er prangerte die Untätigkeit der PolitikerInnen an, weshalb die Petition nötig ist.
- Er skizzierte, wie der Begleiter Luis durch seinen persönlichen Einsatz vier weitere Kinder vor dem Tod durch das Auto rettete und dabei sein eigenes Leben verlor und dass die betroffenen Überlebenden noch immer unter Schock stehen und gemeinsam trauern. Sie gemeinsam sind entschlossen, diese gefährliche Situation an der Frechener Straße zu verändern.
- Abschließend forderte Ingo Benz, hier eine Tempo-30-Zone[97] einzurichten.
- Zeynep Fuchs stellte klar, dass es Jede/n hätte treffen können und dass die Kinder alles richtig gemacht haben und dass alle Kinder sich im Straßenverkehr bewegen können müssen, ohne dass etwas passiert. Dies muss durch klare Regeln und Kontrollen durchgesetzt werden und benötigt eine kommunale Verkehrsplanung, die sich an den Schwächsten im Straßenverkehr orientiert. Dies darf dann auch nicht an Zuständigkeitsproblemen scheitern.
- Konkret sprach sie die auch dem Bürgermeister Dirk Breuer[98, 99, 100] und dem Landrat Frank Rock[101, 102, 103, 104, 105] bekannte Situation vor Ort an und erinnerte daran, dass alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen geschützt werden müssen und das es kein Zufall ist, dass es an solchen gefährlichen Kreuzungspunkten immer wieder zu derartigen Unfällen kommt.
- Zeynep Fuchs äußerte ihren Unmut darüber, dass nichts getan wird und forderte umgehende Veränderungen an diesen Gefahrenstellen ein, bevor noch weitere Menschen sterben müssen und dankte den Anwesenden für ihre Solidarität.
- Sie endete mit einem Seitenhieb gegen veränderungsunwillige Konservative[106, 107] mit einem Zitat des ehemaligen Bürgerpräsidenten Gustav Heinemann[108, 109, 110, 111, 112, 113] (der als CDU-Gründungsmitglied ein progressiver Konservativer war): (im Original, S. 7) Wer nicht verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.[114]
- Anja Georg würdigte das Engagement der Beiden und erteilte den KritikerInnen mit ihren Ausreden und den PolitikerInnen eine Absage, dies hier zu einer Wahlveranstaltung zu machen.
- Sie zählte einige eingeladene Politiker und ihre jeweiligen Absagen auf: Herbert Reul[115, 116, 117, 118] war als Schirmherr der FußgängerInnen entschuldigt. Die Absage des Landrat Frank Rock war unwürdig. Die Absage des Verkehrsministers Oliver Krischer[119, 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129] war der Situation angemessen. Der Bürgermeister Dirk Breuer schien anwesend zu sein.
- Sie erzählte, dass als Reaktion auf den tödlichen Unfall des 7-jährigen Schuljungen die Kidical Mass nach Köln kam und skizzierte ihre erfolgreiche Arbeit, deren Gesicht Steffen Brückner ist.
- Steffen Brückner forderte die Anwesenden auf, sich die aktuellen täglichen Todes- und Verletztenzahlen im Straßenverkehr[130, 131, 132] zu vergegenwärtigen und welche Folgen das für die Betroffenen sowie die Angehörigen hat.
- Er kritisierte, dass im Land der Verkehrsforschung[133, 134, 135] seit rund 50 Jahren bekannt ist, wie Stadtentwicklung im Sinne der Menschen[136, 137, 138, 139, 140, 141, 142] geht.
- Er erzählte dass sein Bruder im Bereich Arbeitsschutz arbeitet, u.a. für die Autoindustrie. Würde es dort Tote geben, würde alles auseinander genommen, um dies zu verhindern. Im Straßenverkehr dagegen werden die Toten und Verletzten hingenommen. Dies wird höchstens am Tag der Verkehrssicherheit[143, 144, 145] oder beim Weltkindertag[146, 147, 148, 149, 150] thematisiert und anschließend wieder vergessen.
- Er wies auf die bisher rund 10.000 Unterschriften bei der Petition[57] hin, wo aber noch mehr geht.
- Steffen Brückner bedauerte, die Menschen hier unter diesen Umständen kennenzulernen und berichtete von der Beerdigung von Luis[151] und darüber, welche Fragen seine eigenen Kinder stellen.
- Er skizzierte, wie aufwendig die ehrenamtliche Arbeit für den Schutz der Kinder ist und nannte einige Dinge, die die Anwesenden ebenfalls tun können, um die Welt ein Stück weit besser zu machen – was auch der Anspruch von Luis gewesen ist. Es ist der Auftrag der DemokratInnen[152, 153, 154], sich gegen den gerade lautstarken Populismus[155, 156, 157] zu stellen und die Welt zu verbessern.
- Er erinnerte daran, dass die Vision Zero sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, von der Politik aber faktisch ignoriert wird. Um so trauriger sei es, dass erst Blut auf den Straßen sein muss und die Medien darüber berichten, damit das Thema wieder eine begrenzte Aufmerksamkeit bekommt. Die Forderung lautet aber weiterhin: Keine Toten und keine Verletzten mehr im Straßenverkehr!
- Steffen Brückner spielte das mutmachende Lieblingslied von Luis ab. Abschließend wies er auf die anwesenden Familien der Verkehrsopfer hin und richtete die Frage an die politischen Verantwortlichen, ob wir weiterhin Menschen auf der Straße sterben lassen wollen, weil wir weiter rasen wollen. Es sind stets die Konservativen, die sich gegen ein Tempolimit stellen.[158, 159] Er versprach, dass der Widerstand weitergehen und Veränderungen kommen werden.
- Anja Georg wies auf die hier vertreilten Buttons hin, die zur Petition führen.
- Christiane Birgden berichtete von der Hoffnungslosigkeit und Trauer angesichts der verlorenen FamilienmitgliederInnen sowie dass der Tod die Familien verändert hat und welche Gedanken ihnen durch den Kopf gehen.
- Sie dankte für die große Solidarität und dass dies den betroffenen Familien Kraft gibt. Außerdem sorge sie sich täglich um ihre eigenen Kinder und erlebt es auf dem Rad selber, dass ihr nahezu täglich die Vorfahrt von AutofahrerInnen genommen wird oder sie wird auf dieser Kreuzung überholt, weil AutofahrerInnen meinen, dass sie zu langsam fährt.
- Sie prangerte an, dass die Raserei vor allem männlich ist[160] und dass es ohne eine gesetzliche Regelung keine Sicherheit gibt.
- Anja Georg wies auf die gesellschaftliche Verarmung hin, wenn Kinder nicht im Straßenverkehr geschützt werden und erinnerte an die verstörenden Szenen beim Abbau der Protected Bike Lanes in Mönchengladbach[161, 162], weil irgendetwas nicht verfahrenskonform war. Und sie wunderte sich darüber, dass KI-gesteuerte Ampeln[163] nicht sicher sind, Tote nicht als Unfallschwerpunkte[164, 165] erkannt und Ersttäter im Straßenverkehr mit Nachsicht behandelt werden. Sie forderte, dass Menschen, die mit der Waffe des Autos[48, 49, 50, 51, 52, 53] nicht umgehen können, umgehend die Lizenz/der Führerschein entzogen werden soll.
- Sie kündigte Axel Fell als letzten Redner der Veranstaltung an und erläuterte das Engagement des ADFC e.V. bei diesem Thema.
- Axel Fell erzählte die traurige Geschichte, wie die Niederlande zur Fahrradnation wurde.[166, 167, 168, 169, 170] Nachdem Anfang der 1970er-Jahre rund 400 Kinder im Straßenverkehr umkamen, protestierten die Menschen mit dem Slogan Stop de Kindermoord. Die politisch Verantwortlichen zogen daraus die richtigen Schlüsse und bauten das niederländische Verkehrssystem um. Dies ist nun auch in Deutschland dringend nötig.
- Er kündigte an, dass dies heute erst der Auftakt der Proteste ist, bis endlich die Vision Zero umgesetzt ist und keine Menschen mehr im Straßenverkehr sterben müssen und Kinder sich frei in ihrer Stadt bewegen können, ohne Angst haben zu müssen getötet zu werden.
- Er bat darum, dass noch mehr Menschen die Petition unterschreiben und bedankte sich bei den Teilnehmenden sowie allen Organisierenden dieser Mahnwache und bei der Polizei für die Absicherung der Veranstaltung.
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 27/30)
Anschließend: Axel Fell im Presseinterview
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 28/30)
Rückfahrt und ...
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 29/30)
... Ankunft am Rudolfplatz[171, 172, 173, 174] in Köln
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Kundgebung: Vision Zero – Fahrt von Köln zur Mahnwache nach Hürth. Keine weiteren Toten in Hürth und anderswo! (Foto 30/30)
Die Schwächsten im Straßenverkehr haben auch Rechte[175, 176]: in dubio pro velo (FußgängerInnen ebenfalls![177])
