3. Digital Independence Day Kaarst
Datum: 2026/05/04 – Themenbereiche: [Computer, Internet und digitales Leben]
Nach der allgemeinen Einführung in das Thema Linux[1] beim 2. Digitalen Unabhängigkeitstag[2, 3, 4] im letzten Monat zur Wiedererlangung der digitalen Autonomie[5, 6, 7, 8] ging es nach einer kurzen Vortragsrunde der diesmal allein agierenden Kaarster Linux User Group (KaaLUG)[9, 10] vor rund 20 Teilnehmenden um die Praxis von Linux am Gerät. Im Multifunktionsraum des Albert-Einstein-Forum Kaarst[11] (Am Schulzentrum 14, 41564 Kaarst) ging es um Linux-Installationen, aber auch um die Lösung von bestehenden Problemen sowie die Beantwortung von anstehenden Fragen zum Thema. Die Folgeveranstaltung am 14. Juni 2026 (14-17h) wird wieder gemeinsam mit dem KulturForum Kaarst[12, 13, 14, 15] organisiert und durchgeführt auf dem Tuppenhof[16, 17, 18, 19] (Rottes 27, 41564 Kaarst-Vorst) stattfinden.
Diese Galerie[20] befindet sich parallel auf meiner Computer-Seite
www.Linux-Praktiker.de.
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3. Digital Independence Day Kaarst (Foto 1/6)
Hanjo Loeben[21, 22, 23] eröffnete die Veranstaltung mit einem Überblick und der Rekapitulation des letzten DID.
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3. Digital Independence Day Kaarst (Audio 1/4)
Einleitung und Hauptprogramm von Hanjo Loeben und Frank Ahlert (Audio 1/4) [MP3]
Hanjo Loeben sprach zu folgenden Themen:
- Er stellte die Organisatoren vor und eröffnete die Veranstaltung mit organisatorischen Hinweisen und einem Ausblick auf das Tagesprogramm.
- Er rekapitulierte den 2. Digital Independence Day.
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3. Digital Independence Day Kaarst (Foto 2/6)
Daniel Fleck bei seinem Vortrag Onlinekonten & Passwörter
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3. Digital Independence Day Kaarst (Audio 2/4)
Daniel Fleck: Vortrag Onlinekonten & Passwörter (Audio 2/4) [MP3]
Es wurde zu folgenden Themen gesprochen:
- Nach einer thematischen Rundreise und seiner Vorstellung eröffnete Daniel Fleck das Thema seines Vortrags und erläuterte ausführlich, wie viele Kundenkonten man heute benötigt. Noch erschrocken berichtete er vom kürzlichen ausmisten seiner eigenen Passwortsammlung.
- Er riet zur Ordnung bei den Online-Konten, warnte vor der Papierliste mit aufgeschriebenen Passwörtern und auch davor, nur ein einzelnes Passwort für alle Konten zu verwenden.[24, 25]
- Mit Verweis auf die ungebrochen beliebtesten dümmsten Passwörter[26, 27] riet er zur Verwendung von sicheren Passwörtern und einem Passwortmanager. Denn mittels Social Hacking oder auch der Analyse von Social Media lassen sich Passworte häufig erraten. Zudem gibt es Wörterbuchlisten im Netz[28, 29], mit denen sich beliebte Passwörter gezielt ausprobieren lassen.
- Er legte dar, wie man sich ein starkes Zugangs-Passwort für den Passwortmanager[30] ausdenken kann (welches ja der Generalschlüssel für alle weiteren Passwörter ist). (Hinweis: Allerdings ist der Geheimtipp, die Passwörter mittels Leetspeak[31, 32, 33] komplizierter zu machen nur bedingt hilfreich, da sie wiederum leicht maschinell dekodiert werden können.[34, 35]) Ein Gast riet alternativ dazu, sich aus einem Buch Wörter zu einer persönlichen Geschichte zusammenzuwürfeln und diese mit Sonderzeichen anzureichern.
- Anhand des TAN-Verfahrens[36, 37] führte Daniel Fleck ein in das Thema der Zwei-Faktor-Authentisierung, welche mittels entsprechender APPs und dem TOTP-Verfahren[38, 39] gerätegebunden zur Zeit als sicher gelten.
- Er schilderte, wie Kriminelle versuchen, diesen Schutz durch verschiedene Phishing-Verfahren[40, 41] zu umgehen. (Hinweis: Die Verbraucherzentrale NRW informiert kontinuierlich über aktuelle Methoden dieser Betrugsmasche in ihrem Phishing-Radar.[42])
- Um auch dieses Problem in den Griff zu bekommen, wurde vor ein paar Jahren das Verfahren der Passkeys[43, 44] entwickelt. Unter Windows sollen die Passkeys zukünftig in der MS-Cloud gespeichert werden[45], was im Falle der verbesserungsfähigen Sicherheitsinfrastruktur von Microsoft[46, 47, 48, 49] einer gehörigen Menge an Vertrauen bedarf.
- Es wurde das Risiko des möglichen menschlichen Versagens angesprochen und Daniel Fleck ergänzte Anlaufstellen, bei denen man nachschauen kann, ob Zugangsdaten geklaut wurden.[50]
- Er skizzierte die Leistungsfähigkeit einiger Passwortmanager und beschrieb, dass daran gearbeitet wird, diese Programme gegen die Angriffe der zukünftigen Quantencomputer[51] abzusichern. Später entwickelte sich eine Diskussion zur praktischen Arbeit mit den Passwortmanagern und deren Sicherheit. (Hinweis: Neue Sicherheitstests offenbarten kürzlich, dass die bekannten Passwortmanager durchaus Schwachstellen haben.[52, 53])
- Eine Besucherin wies auf das konzeptionelle Problem hin, dass es häufig möglich ist, mittels einer Email beim Diensteanbieter nach einem neuen Passwort zu fragen, weil es vergessen wurde. Wird der Email-Account geknackt, können Kriminelle nun nach den vergessenen Passwörtern aller hiermit verknüpften Dienste fragen, diese abfangen und die gesamte Onlinepräsenz des Opfers übernehmen. Um dem abzuhelfen riet Daniel Fleck dringend dazu, eine weitere Email-Adresse und/oder eine Mobilfunknummer anzugeben, um dort die geänderten Zugangsdaten zu empfangen, um nicht vom eigenen Account ausgesperrt zu werden.[54, 55] Ein Gast ergänzte, dass die Nachricht über geänderte Zugangsdaten wiederum ein Phishing-Versuch sein könnte und nicht direkt beantwortet und der Support nur über die offizielle Internetseite des Diensteanbieters gesucht werden sollte.
- Abschließend wurde die Angriffsmethode des SIM-Swapping[56, 57] und kaputte technische Infrastruktur besprochen.
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3. Digital Independence Day Kaarst (Foto 3/6)
HanjoLix gab eine kurze Einführung in die Linux-Distribution[58, 59] Linux Mint.[60, 61], die wir als einsteigerfreundlich gerne empfehlen.
Hinweis: Linux Mint gibt es auch direkt vollständig auf deutsch lokalisiert zum freien Download.[62, 63]
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3. Digital Independence Day Kaarst (Audio 3/4)
Hanjo Loeben stellte die KaaLUG-Mitglieder vor und präsentierte Möglichkeiten, Linux auszuprobieren (Audio 3/4) [MP3]
Hanjo Loeben sprach zu folgenden Themen:
- Er stellte die anwesenden Mitglieder KaaLUG vor.
- Er zeigte kurz, wie die Linux-Distribution Mint aussieht.
- Als eine weitere Möglichkeit Linux anzuschauen, stellte er die Internetseite DistroSea[64, 65, 66, 67] vor, auf der zahlreiche Distributionen direkt im Browser gestartet und leicht getestet werden können.
- Er erinnerte erneut an die zahlreichen Wechsel-Rezepte[5, 6, 7, 8] und wünschte den BesucherInnen viel Spaß an den Rechnern.

Siehe auch:
- Aktionen / 2. Digital Independence Day Kaarst (2026)
- Aktionen / 1. Digital Independence Day Kaarst (2026)
- Aktionen / 3. Digital Independence Day Krefeld (2026)
- Aktionen / 2. Digital Independence Day Krefeld (2026)
- Aktionen / Linux Presentation Day Leverkusen (2025)
- Aktionen / Mahnwache: USA müssen Anklage gegen Julian Assange fallen lassen! (2022)
- Aktionen / Mahnwache für Julian Assange (2022)
- Aktionen / Mahnwache: USA müssen Anklage gegen Julian Assange fallen lassen! (2020)
- Aktionen / Richard Stallman in Köln: Free Software, Your Freedom, Your Privacy (2017)
- Aktionen / Vortrag von Werner Koch: Sicher verschlüsseln mit GnuPG (2015)
- Aktionen / Safer Internet Day (2015)
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3. Digital Independence Day Kaarst (Foto 4/6)
Spaß am Gerät. Hier wurde ein Rechner durch die Installation von Linux Mint befreit.
Hinweis: Die anlässlich des Windows 10-Endes von Microsoft getätigten Recycling-Tipps[68, 69, 70] für tadellos lauffähige Computer zeigen, dass dieser Konzern rein gar nichts begriffen hat!
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3. Digital Independence Day Kaarst (Foto 5/6)
Tux[71, 72, 73] (das offizielle Maskottchen von Linux) sorgte dafür, dass alles seine geregelte Unordnung hatte. Hier ging es um einen alten Rechner, der mit der Linux-Distribution antiX[74, 75, 76, 77, 78] dazu gebracht werden konnte, einen zuvor unmöglich erscheinenden vollständigen Desktop[79] zu zeigen.
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3. Digital Independence Day Kaarst (Foto 6/6)
Abschließende Worte von HanjoLix verbunden mit einem Ausblick auf die Folgeveranstaltung und der Frage zu den Interessen der Anwesenden.
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3. Digital Independence Day Kaarst (Audio 4/4)
Abschluss und Ausblick von Hanjo Loeben (Audio 4/4) [MP3]
Hanjo Loeben sprach zu folgenden Themen:
- Er vergewisserte sich, dass alle Anwesenden mit ihren Linux-Installationen oder Problemlösungen zufrieden sind.
- Er legte dar, wo die Berichte zu dieser Veranstaltung zu finden sein werden[80, 81] und kündigte an, dass die Präsentationsfolien dieses Tages im Netz erscheinen werden.[82]
- Er kündigte an, dass der 4. Digital Independence Day erneut auf dem Tuppenhof und wieder in Kooperation mit dem Kulturforum Kaarst stattfinden wird.
- Er erinnerte an die weiterhin laufende Umfrage[83], bei der die Gäste abstimmen können, welche Themen sie bei den Folgeveranstaltungen[84] besprochen haben wollen.
- Abschließend wies er erneut auf die extra eingerichtete Signal-Chatgruppe DID Kaarst[85] hin.
