Für eine neue Verkehrspolitik: Radwegschäden unterschiedlicher Kommunen dokumentiert
Ich komme ja viel mit dem Fahrrad herum und habe schon einiges gesehen, was die Qualität der Fahrradwege betrifft (ich träume tagtäglich von den niederländischen Fietspads[1, 2]). Als Motivations-Katalysator für StädteplanerInnen und AktivistInnen zeige ich hier ein paar schockierende und konstruktive Beispiele verbunden mit der Hoffnung, dass sich mittelfristig die Situation[3] verbessert. Da zahlreiche Kommunen aufgrund klammer Kassen auf dem Geld sitzen und von der großen Politik zumeist nicht viel mehr als Absichtserklärungen kommt, nehmen mancherorts empörte BürgerInnen das Zepter in die Hand, wie ich bereits am Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Pro Rad Düren[4, 5] dokumentiert habe oder wie das an den in mehreren Kommunen aufgebauten Bürgerradwegen[6, 7] ersichtlich ist. Scheinbar sind viele weitere solche Aktionen nötig, bis die Verkehrswende[8] endlich in die Gänge kommt.
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Diese Galerie wird in unregelmäßigen Abständen ausgebaut.
Einleitung
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Radwege im Rhein Kreis Neuss (Foto 1/9)
Schilder: Herzlich Willkommen – rhein kreis neuss[9, 10, 11, 12, 13, 14] und Fahrradfreundlicher Kreis in Nordrhein-Westfalen[15, 16, 17, 18, 19, 20, 21] – Dieses Schild suggeriert PedalistInnenglück, befindet sich allerding kurz hinter der Ortsgrenze der für RadfahrerInnen unerträglichen Stadt Mönchengladbach.[22, 23]
Aber es gibt auch vereinzelt positive Beispiele, wie den :terra nova Speedway[24, 25] im stark gebeutelten, aber immer noch erfahrbaren Rheinischen Braunkohlerevier.[26]
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Radwege im Rheinischen Braunkohlerevier (Foto 2/9)
Ein velocipeder (Licht-)Blick (statt Braunkohle) auf den :terra nova Speedway
Ihr bekommt hier einen subjektiven und natürlich unvollständigen Einblick in die velocipeden Höhe- und Tiefpunkte folgender Städte und Gemeinden (alphabetisch sortiert):
- Düren (3 Fotos, Stand: 2025/01/07)
- Düsseldorf (3 Fotos, Stand: 2025/01/07)
- Essen (1 Foto, Stand: 2025/01/07)
- Grevenbroich (1 Foto, Stand: 2025/01/07)
- Köln (2 Fotos, Stand: 2025/01/07)
- Krefeld (1 Foto, Stand: 2026/01/30)
- Meerbusch (19 Fotos, Stand: 2026/02/01)
- Mönchengladbach (3 Fotos, Stand: 2025/01/07)
- Neuss (1 Foto, Stand: 2025/01/07)
Vorbild Niederlande?!
Aber es kann auch anders gehen. In den Niederlanden muss man sich als RadfahrerIn nicht dauernd beschimpfen lassen, man würde den Verkehr aufhalten oder man sei dafür verantwortlich, dass es Staus gibt bzw. das Fahrad wird als Sportgerät angesehen, welches man bitte ausschließlich durch Feld, Flur und Wald fahren soll. Nein, in den Niederlanden werden die RadlerInnen als vollwertige und schützenswerte VerkehrsteilnehmerInnen angesehen[27, 28] – wenn auch der Auslöser für diesen hart erarbeiteten Mentalitäts- und Infrastrukturwandel[29, 30, 31] die in den 1970er-Jahren bitter nötige Kampagne Stop de kindermoord[32] war. Betrachtet man die im Endergebnis heute deutlich sichtbare niederländische Akzeptanz und die Nutzungszahlen des Fahrrads im internationalen Vergleich[33], so belegt dies die These: Wer will, findet (Fahrrad)Wege. Wer nicht will, findet Gründe! Die überraschend hohen Todeszahlen der RadlerInnen in den Niederlanden[34] lassen sich allerdings statistisch und durch anderes Nutzungsverhalten des Fahrrads begründen[35, 36] und sind vor allem kein Argument gegen den Radverkehr, sondern ein Arbeitsauftrag, die Dinge noch besser zu machen, um die Verkehrsteilnehmenden noch besser zu schützen.
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Vorbild Niederlande (Foto 3/9)
So kann es auch gehen: eine Fahrradspur am Straßenrad zusätzlich zum separaten Fahrradweg (bzw. innerhalb der Ortschaften erhöhen geschüzte Radfahrstreifen die subjektive und objektive Sicherheit[37])
Hinweis: Wenn es die örtliche Situation erlaubt, können innerhalb von Ortschaften als einfache und kostengünstige Radwegtrenner sog. Orcas[38, 39] die Verkehrssicherheit erhöhen.
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Vorbild Niederlande (Foto 4/9)
Undenkbar in der Bundes-Autorepublik Deutschland[40, 41, 42]: Fietsers voorrang
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Vorbild Liederlande (Foto 5/9)
Mit großen und praxistauglichen[43, 44, 45] Fahrradabstellanlagen[46] an verkehrstechnisch sinnvollen Orten (wie z.B. hier an einem Bahnhof zur autofreien Weiterfahrt per Zug) wird der Radverkehr attraktiv gestaltet.
Hinweis: Als kostengünstige, leicht zu genehmigende und sichere Parkmöglichkeit für eine begrenzte Anzahl an Fahrrädern, können temporär zur Aushilfe oder zur Parkraumermittlung an geeigneten Orten sog. Fahrradflundern[47, 48, 49, 50, 51, 52, 53] sehr einfach und schnell installiert werden.
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Vorbild Niederlande (Foto 6/9)
Großzügige und zuverlässig abgetrennte Fahrradspuren[54, 55] ermöglichen einen reibungslosen Verkehrsfluß und tragen somit zur Sicherheit ALLER VerkehrsteilnehmerInnen bei.
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Vorbild Niederlande (Foto 7/9)
Zu schnelle AutofahrerInnen werden mit den Drempels[56, 57] zuverlässig ausgebremst.
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Vorbild Niederlande (Foto 8/9)
Und dennoch ist hier nicht alles Gold, was glänzt (was allerdings sehr selten zu sehen ist!)
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Vorbild Niederlande (Foto 9/9)
Velocipeder Kulturschock bei der Rückkehr nach Deutschland: Freie Fahrt für freie RaserInnen?![58, 59, 60]
Kommentar: Auch Freiheit hat ihre Grenzen und bedeutet nicht ein vermeintliches Recht auf Willkür.[61] Freiheit bedeutet Verantwortung und endet spätestens dort, wo diese das Leben von anderen Menschen und VerkehrsteilnehmerInnen bedroht. Es ist hinreichend belegt, dass eine Geschwindigkeitbegrenzung zahlreiche Menschenleben rettet[62, 63, 64, 65, 66] – übrigens nicht nur die von RadlerInnen![67, 68, 69] In Anbetracht der zu erwartenden und gewollten Zunahme an PedaleurInnen tun wir gut daran, die Rahmenbedingungen dafür bestmöglich auszugestalten. Es wurde im Zuge der Corona-Pandemie[70] richtigerweise viel Kraft darin investiert, möglichst jedes Menschenleben zu retten. Es ist dagegen völlig inakzeptabel, dass durch Auto-Lobbyismus und politisch-industrielle Kumpaneien versucht wird, jegliche Verbesserungen der Radinfrastruktur sowie das vorwärtskommen in der Tempolimit-Debatte zu torpedieren.[71, 72, 73, 74, 75]
Fortsetzung folgt (bis zum Vollzug der Verkehrswende ...)
