„TUWAT“ oder Eine Sammlung rechtskonformer Aktions-Ideen

1. Repaircafé in Meerbusch

Getreu dem Motto[1] des seit 1981 stattfindenden „Chaos Communication Congress[2, 3] – der ein Gegenmodell des kollektiven „Kopf in den Sand“-Steckens ist – folgt hier eine lose Sammlung von Vorschlägen, wie ihr euer Anliegen prägnant in die Köpfe und Herzen der Menschen tragen könnt. Diese Liste wird immer unvollständig sein und darf gerne um Vorschläge ergänzt werden.

Fakten verschwinden nicht, nur weil man sie ignoriert.
(Sam Ewing)

Ein Gramm Handeln ist mehr wert, als eine Tonne Predigt.
(Mohandas Karamchand Gandhi)

Je mehr Bürgerinnen und Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.
(Franca Magnani)

 

Auch wenn die meisten der hier angesprochenen Aktionsformen aus der Tierrechtsszene[4] kommen, kann man diese häufig in abgewandelter Form auch für andere Themengebiete einsetzen. Ich weise bei einigen Aktionsformen auf mögliche Gefahren für Leib und Leben hin, sowie rechtliche Grenzen wie z.B. beim betreten privater Grundstücke. Alleine durchgeführte Aktionen könnten körperliche oder zumindest verbale Folgen haben (siehe hier und dort), wenn man missliebige Themen anspricht. Hier ist eine unsortierte Ideensammlung:

 

Eine lose Ideensammlung möglicher Aktionsformen

Bei allem was ihr macht, solltet ihr genau wissen, was ihr tut, euch der möglichen oder unausweichlichen Folgen bewußt und fachkompetent in dem sein, worüber ihr redet!

 

Königsklasse „Effektiver Altruismus“: Das gemeinwohle Leistungsdogma oder Wie rette ich „effektiv“ die Welt?

In den letzten Jahren hat sich in der Welt des Aktivismus ähnlich wie im Sinne der neoliberalen[57] „Effizienzsteigerung“ der neue Wissenschaftszweig des „Effektiven Altruismus“[58] entwickelt (sogar mit entsprechender „Stiftung für Effektiven Altruismus“[59, 60, 61, 62]). Hier geht es neben intellektuellen „Optimierungen“ auch darum, mit einem stets begrenzten zeitlichen und finanziellen Budget „maximal effektiv“ „Gutes zu tun.“ Wer das eigene Leben analysiert, stellt (natürlich je nach individueller Einkommensklasse) mit ziemlicher Sicherheit fest, dass er/sie problemlos regelmäßig z.B. 10% des persönlichen Einkommens für (gemein)wohltätige[63] Zwecke spenden und damit viel erreichen kann, ohne dass darunter die eigene Lebensqualität ernsthaft leidet. Zudem kann die daraus resultierende Befriedigung eine große Steigerung des Wohlbefindens darstellen – ein Umstand, den die meisten Konsumartikel wohl längerfristig kaum vermögen und einen eher in eine destruktive und keinesfalls gemeinwohlorientierte Konsumschleife hinein ziehen! Hinzu kommt, dass viele Hilfsorganisationen sehr erfreut sind, wenn zwar geringere, dafür aber regelmäßige Spendengelder herein kommen, da diese so halbwegs zuverlässige Planungssicherheit haben.

Darüber hinaus gibt es aber auch einen zunächst befremdlich erscheinenden Ratschlag: So kann man demnach beispielsweise Investmentbanker, Aktionär, Spekulant, Spitzenmanager o.ä. werden, um die Gewinne daraus „für die gute Sache“ zu spenden. Die Krux an der Sache dürfte aber (neben der systembedingten in homöopathischen Dosen verabreichten, mentalen „Vergiftung“ einer solchen beruflichen Laufbahn, die einen Stück für Stück ins neoliberale System hinein zieht) wohl sein, dass derlei Gewinne aus eben genau jenen solcherlei Armut produzierenden, ablehnenswerten Geschäftspraktiken stammen. (Das wohl schillernste Beispiel eines solchen „Neoliberalen Mäzenatentums“ ist der weltweit geachtete Gründer eines fragwürdigen Softwareunternehmens[64, 65, 66], das seit Jahrzehnten große Teile der digitalen Welt in Unfreiheit und Unsicherheit[67] hält, und heute als „Wohltöter“ „Wohltäter“ mitsamt „gemeinwohler“ Stiftung[68] mit der „Pharma-“ und „Gentechnikmafia“ kooperiert und sich für diese auf maximal zukunftsgerichtete klassisch-neoliberale Vereinnahmung der durch solche Unternehmen maximal ausgebeuteten Welt auch noch als „Krankheits-“ und „Hungerverhinderer“ feiern lässt, statt den betroffenen Menschen konstruktive „Hilfe zur Selbsthilfe“[69] anzubieten. Diese Übertragung von der erst durch dieses Unternehmen so „populär“ gewordenen Taktik der digitalen „Versklavung“ auf den Gesundheits- und Ernährungsbereich ruft natürlich zivilgesellschaftlichen Protest[70, 71, 72] und sogar vereinzelt wirtschaftliche und internationale Verwerfungen[73] hervor! Dennoch passt dies sehr wohl zum Duktus einer „Repräsentativen Demokratie“[74]/„Demokratur“, die zumindest hierzulande dem „vertretenen Volk“[75] recht erfolgreich suggeriert, dass es für die „Direkte Demokratie“[76] zu doof sei und daher solches Gebahren entsprechend goutiert.) Eine nicht gerade selten vernommene Erklärung für solche eher problembehafteten Berufsempfehlungen ist die, dass es sonst „jemand anderes“ macht und sich die so erwirtschafteten Gewinne in die eigene Tasche steckt, statt sie gemeinwohl zu investieren. So wies Michael Zobel[77, 78] als seit Jahren arbeitender „Energiewende[79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87]-Aktivist darauf hin, dass er seine ererbten „RWE“[88]-Aktien lediglich als „Eintrittskarte“ nutze, um bei den so für ihn zugänglichen Aktionärsversammlungen den anwesenden Aktionären als „intellektuelle Beikost“ einfach mal aus der „Umwelt-Enzyklika“[89, 90, 91] des derzeitigen Papst Franziskus[92] vorzulesen.

Fazit: Die Frage nach der „effektivsten Weise, die Welt zu retten“, stellt sich somit bei näherer Betrachtung in etwa als so kompliziert heraus, wie jene nach der „richtigen“ Ernährung. :-) Dennoch lassen sich viele Aspekte aus dem „EA“ heraus destillieren. Denn jeder ernsthafte Aktivist weiß genau, dass es essentiell wichtig ist, die eigenen Ressourcen zu schonen und ganz im Sinne der „guten Sache“ maximal effektiv einzusetzen!

 

 


 

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  1. www.wn.de/Freizeit/Ratgeber/Digitales/Berichte/3103747-Motto-Tuwat-Utopie-statt-duestere-Zukunft-Hacker-entwerfen-Gegenmodelle
  2. de.wikipedia.org/wiki/Chaos_Communication_Congress
  3. events.ccc.de/congress
  4. de.wikipedia.org/wiki/Tierrechte
  5. www.duh/projekte/althandy
  6. www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/19366.html
  7. grueneliga.de/handyrecycling.html
  8. www.handyverkauf.net/knowledgebase/handy-recycling
  9. www.bund.net/chemie/achtung-plastik/plastikfasten
  10. utopia.net/ratgeber/plastikfasten
  11. www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/20265.html
  12. www.zerowastefamily.de/Plastikfasten.htm
  13. plastikfasten.info
  14. enorm-magazin.de/unverpackt-laeden-Deutschland
  15. 11ie.de/uebersicht-der-unverpacktlaeden
  16. wastelandrebel.com/de/was-ist-mit-muell-bei-unverpackt-laeden
  17. de.wikipedia.org/wiki/Repair-Café
  18. repaircafe.org/de
  19. www.facebook.com/RepairCafeDeutschland
  20. twitter.com/RepairCafe_DE
  21. www.youtube.com/user/RepairCafeNederland
  22. de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit
  23. www.autofasten.de
  24. vegasmus.wordpress.com/2017/11/25/cube-of-truth-anonymous-for-the-voiceless
  25. de.wikipedia.org/wiki/Veganismus
  26. de.wikipedia.org/wiki/Zentrum_für_politische_Schönheit
  27. politicalbeauty.de
  28. www.facebook.com/politische.schoenheit
  29. twitter.com/politicalbeauty
  30. www.youtube.com/user/Billvanbergen
  31. de.wikipedia.org/wiki/Hedonistische_Internationale
  32. hedonist-international.org
  33. www.facebook.com/Hedonistische-Internationale-205009839534441
  34. twitter.com/hedintern
  35. www.youtube.com/user/Flussbus
  36. de.wikipedia.org/wiki/Kommunikationsguerilla
  37. de.wikipedia.org/wiki/Spaßguerilla
  38. de.wikipedia.org/wiki/Open_Data
  39. www.bpb.de/gesellschaft/digitales/opendata
  40. chaosradio.ccc.de/cr243.html
  41. www.govdata.de
  42. open.nrw
  43. de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelzusatzstoff
  44. utopia.de/ratgeber/lebensmittel-zusatzstoffe-e-nummern-liste
  45. www.lebensmittellexikon.de
  46. www.zusatzstoffe-online.de
  47. www.paidia.de
  48. ianimal360.de
  49. spielbar.de/fachartikel/149391/computerspiele-ueber-flucht-ein-mittel-zum-denkanstoss
  50. de.wikipedia.org/wiki/1378_(km)
  51. 1378km.de
  52. www.klimafakten.de/meldung/games-mit-aha-effekt-computerspiel-den-klimawandel-entdecken
  53. ubb.de/htm/umweltspiele/gesamt.php
  54. www.wir-ernten-was-wir-saeen.de/energiespiel
  55. umweltschulen.de/agenda/simulationsspiele-zur-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html
  56. de.wikipedia.org/wiki/Poetry-Slam
  57. de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus
  58. de.wikipedia.org/wiki/Effektiver_Altruismus
  59. effektiveraltruismus.de
  60. ea-stiftung.org
  61. www.facebook.com/ea.stiftung
  62. twitter.com/EA_Stiftung
  63. de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl
  64. de.wikipedia.org/wiki/Microsoft#Kritik
  65. www.computerwoche.de/a/40-jahre-microsoft-die-geschichte-im-ueberblick,3064889
  66. www.zeroone.de/movies/leben-nach-microsoft
  67. www.gnu.org/proprietary/malware-microsoft.de.html
  68. de.wikipedia.org/wiki/Bill_&_Melinda_Gates_Foundation
  69. de.wikipedia.org/wiki/Hilfe_zur_Selbsthilfe
  70. www.aerzteblatt.de/nachrichten/nachricht?id=72809
  71. www.fr.de/wirtschaft/bill-melinda-gates-stiftung-die-privatisierung-der-weltrettung-a-907079
  72. www.heise.de/tp/features/Bill-Gates-zwischen-Schein-und-Sein-33078037.html
  73. netzfrauen.org/2017/04/25/gates
  74. de.wikipedia.org/wiki/Repräsentative_Demokratie
  75. de.wikipedia.org/wiki/Volksvertretung
  76. de.wikipedia.org/wiki/Direkte_Demokratie
  77. zobel-natur.de
  78. naturfuehrung.com
  79. de.wikipedia.org/wiki/Energiewende
  80. energiewende.de
  81. www.co2online.de/klima-schuetzen/energiewende
  82. www.greenpeace.de/themen/energiewende
  83. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/thema/energiewende
  84. www.manager-magazin.de/thema/energiewende
  85. www.spiegel.de/thema/energiewende
  86. www.welt.de/themen/energiewende
  87. www.zeit.de/thema/energiewende
  88. de.wikipedia.org/wiki/RWE
  89. de.wikipedia.org/wiki/Enzyklika
  90. de.wikipedia.org/wiki/Laudato_si'
  91. www.br.de/themen/religion/laudato-si-download-100.html
  92. de.wikipedia.org/wiki/Franziskus_(Papst)

 

Wer auf mich verweist, den verlinke ich gerne zurück.

  1. zur Zeit keine