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Was ich von der AfD halte? Abstand! (2025) |
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Solchen Leuten, die einem das Blaue Wunder vom Himmel versprechen, ist grundlegend zu misstrauen.
Was wir dringend brauchen, ist die energiepolitische Wende um 180 Grad und eine 10-H-Abstandsregel für AfD-Abgeordnete.
Wenn wir so weiter machen, dann lautet demnächst das Motto des Tages: "Nie wieder ist/war gestern".
Die Union hatte sich damals über das Rezo-Video "Die Zerstörung der CDU" aufgeregt und das angekündigte Amthor-Gegenvideo (so wie bei ihr üblich) einfach nur vergeigt. Die Empörung war riesig, weil (vielleicht aus politischer Eitelkeit?) die Konservativen nie begriffen haben, wie der Titel gemeint war – was man daran sehen kann, wie sie sich gerade verhält. Das was die CDU da aktuell betreibt, ist "die Zerstörung des politischen Diskurses" und am Ende "die Zerstörung der deutschen Wirtschaft".
Fridays for Future und die Letzte Generation hatten gute Argumente für Birthstrike. Aber die CDU in der Regierung ist der überzeugenste Grund, keine SteuerzahlerInnen mehr zu produzieren.
(Eigene tagespolitische Erkenntnisse)
Da guckste mal ins Internet. Da steht sie doch drin, die Wahrheit.
(Arnulf Rating)
Weißt du, was das Problem am Internet ist? Zu viele Links führen nach Rechts. ... (Känguru:) "Vermutlich war Zuckerberg schon immer ein Arsch." (Marc-Uwe:) "Das muss man fast hoffen für ihn." (Känguru:) "Hä?" (Marc-Uwe:) "Stell dir mal vor, du bist eigentlich voll der nette Typ und hast die Welt nur aus Versehen kaputt gemacht. Also mich würd' das belasten."
(Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion: Digital Independence Day, 39C3, 2025)
- ∞ 2025/03/29: Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten. Also folgt hier (kurz vor Quartalsende) eine tagespolitische Rundreise.
Aus dem groß aufgepumpten Herbst der Reformen[1] ist im Laufe der letzten Monate[2] ein Frühjahr der Sprechblasen mit einem übrig gebliebenen Reformfenster[3] geworden – wie bei der Union so üblich vor allem mit Privilegien für Besserverdienende[4], während die SPD-Klientelspezis die Ausgebeuteten gegen die Erwerbslosen ausspielen.[5] Gestützt wird das Ganze auf dem schon länger behaupteten gleichen Unsinn[6], der jetzt eben in Gesetze gegossen wird[7] und sehr wahrscheinlich in Karlsruhe zurechtgestutzt oder gar vollständig eingestampft wird.[8, 9, 10] Setzt man dann noch den Anteil des Bürgergelds in Relation zum gesamten Sozialstaatsaufkommen bzw. dem Bruttoinlandsprodukt, dann zeigt sich, dass dieser behauptete unfinanzierbare Sozialstaat totaler Quatsch ist.[11, 12, 13] Nur um dies einzuordnen: Dieser Unsinn kommt übrigens von den derzeit politisch Verantwortlichen genau jenen Landes, welches die drittstärkste Volkswirtschaft der Welt darstellt.[14] Bei genauerer Analyse wird die deutsche Kaufkraftparität im Mittelfeld verortet.[15] Es wird natürlich jedem vernünftig denkenden Menschen sofort einleuchten, dass man Diese mit der Schröpfung des Sozialstaats, noch mehr Lohndumping und dem Verjagen migrantischer Fachkräfte deutlich erhöhen kann! Zur Erinnerung: Diese weltweit drittstärkste Volkswirtschaft ist genau jenes Land, welches angeblich zu klein für wirksamen Klimaschutz ist.[16] Was zur Frage führt: Where the f*ck is Greta?[17, 18] (was hier auszudiskutieren wohl obsolet ist). Immerhin gab es ja kürzlich mal wieder ein Klimaschutzurteil, diesmal vom Bundesverwaltungsgericht.[19, 20, 21] Und welche Konsequenzen zieht die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche daraus? Sie macht einfach weiter mit ihrem fossilen Irrsinn![22, 23, 24] Neben der Missachtung von Klimaschutz-Gerichtsurteilen und der systematischen Zerstörung der Energiewende[25, 26, 27, 28, 29, 30, 31] ist der dritte Fehler, den Gas-Kathy begeht, die Interessen der Menschen zu übergehen zugunsten der altbekannten Energiemonopolisten. Wenn man die Menschen aber an der Projektgestaltung beteiligt und sie über (nicht nur aus Gründen der Sicherheit) dezentrale Bürgerenergiegenossenschaften (Bürgerwasserstoffspeicher, Bürgerwindparks, etc.) an den Gewinnen beteiligt, dann werden sie in einem höheren Maße die Energiewende akzeptieren[32, 33, 34] anstatt der AfD hinterher zu laufen!
Man mag sich zynisch grinsend zurücklehnen und feststellen, dass bei den Konservativen gerechte Arbeitsteilung herrscht: Scheinbar will uns die CDU an Trump[35] und die AfD an Putin[36, 37] verhökern! Vor allem letztgenannte Akteure von der Innerparlamentarischen Opposition zeigen, wie man eine Wirtschaftsnation (und damit einhergehend den Sozialen Frieden) mit programmatischer Fortschrittsverweigerung vor die Wand fährt.[38, 39, 40] Die vollkommen absurden Nicht-Klimaschutz-Vorstellungen dieser Partei sind ja seit Jahren hinreichend bekannt.[41, 42, 43] Und als ob dies nicht reicht, will uns die Anpassungpräsidentin Ursula von der Leyen nun eintrichtern, dass wir jetzt unbedingt wieder die Atomkraft brauchen[44, 45, 46] – also genau die Energieform, für deren Abfall wir bis heute kein Endlager haben (und den Zeitpunkt einer finalen Standortwahl sehenden Auges immer weiter bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben[47, 48, 49, 50, 51]), deren Rohstofflieferung uns in neue Abhängigkeit von Autokraten treibt[52, 53] und die so gar nicht CO2-neutral ist.[54, 55, 56, 57] Daher kann man die von ihr in Aussicht gestellten 200 Millionen Euro für zukünftige Investitionsrisikoabsicherungen (diplomatisch formuliert) einfach nur als Geldverschwendung bezeichnen. Dies also ist ihre sehr individuelle Auslegung des European Green Deal?[58, 59, 60, 61, 62, 63] Die Folge dieser rückwärtigen Energiepolitik ist dann, dass sich zukünftige Generationen ebenfalls mit unsinnigen Castor-Transporten (die nukleare Reise nach Jerusalem) herumschlagen müssen (was in konservativer Logik ok ist, weil dies ja im Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich zukünftiger Regierungen liegt).
Da fragt man sich doch, was in so einem konservativen[64, 65] Hirn vorgehen mag, denn: Die Schöpfung bewahrt[66, 67, 68] man nicht dadurch, dass man in jede Schule ein Kreuz hängt![69, 70] Aber ok, die Reformwütigen haben (unter juristischem Zugzwang stehend) kürzlich ihr neues jetzt aber wirklich Klimaschutzprogramm vorgelegt[71, 72, 73], welches (oh Wunder!) schon wieder nichts taugt.[74, 75, 76, 77] Da fragt man sich doch als aufgeklärter Mensch, wie lange diese VolksvertreterInnen[78] dieses klimapolitische Mikado noch spielen wollen? Die Deutsche Umwelthilfe jedenfalls hat umgehend die nächste Klage angekündigt, um den Vollzug des Klimaschutzes auf dem Rechtsweg zu erzwingen.[79] Diese programmatische Klimaschutzverschleppung ist eh nicht mehr zu verstehen, denn sie wird uns weitere (nicht genau bezifferbare, aber in großer Anzahl zu vermutende) verhasste Klimaflüchtlinge bringen[80, 81, 82] (die dann wohl eher selten FacharbeiterInnen sein werden) und zu den dem ach so wichtigen Wirtschaftswachstum konträren Strafzahlungen und der damit einhergehenden Klimafolgenfinanzierung führt. Inzwischen offenbart sich, dass diese Regierung der Reformen die deutschen Klimaschutzbemühungen im internationalen Vergleich so gar nicht führend aussehen lässt[83, 84, 85] – was u.a. daran liegt, dass sich diese reformwütige Bundesregierung einen faktenresistenten[86, 87, 88] und klimaschwurbelnden Landwirtschaftsminister leistet.[89, 90] Und mit so einem Unsinn wie der Pendlerpauschale (von der übrigens primär Besserverdienende profitieren) bekommt diese Regierung der Reformen die klimafreundliche Mobilitätswende definitiv nicht hin.[91, 92] So wie der Bauturbo (soweit er denn in der Praxis überhaupt gelingt[93]) am Ende nichts anderes ist, als die Legalisierung der systematischen umweltzerstörenden Flächenversiegelung.[94] Wie war das noch mit dem Umwelt- und Klimaschutz im Baubereich?[95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102] Ja, wir brauchen Wohnraum. Aber mit diesem hemmungslosen bauen, bauen, bauen kann das nur in die (ökologische) Katastrophe führen!
Als nächster Kopfschüttler kam dann die Idee mit diesem total unsinnigen Social Media-Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren[103, 104] auf, die mal wieder ein typisches Beispiel konservativer Law and Order-Politik[105, 106] und die vollkommen ungeeignet ist, das eigentliche soziale Problem der Jugendlichen zu lösen.[107] Wenn die Heranwachsenden dann 14 sind, sind sie dann ohne jegliche Schulung im Umgang mit Social Media auf magische Art und Weise plötzlich medienkompetent? Aber trotz aller Argumente und Stimmen, die gegen diesen Unsinn sprechen (interessanterweise sogar aus den eigenen Reihen[108]), soll das Verbot nun trotzdem durchgedrückt werden.[109] Dieser Fall zeigt mal wieder, wie häufig politisch Verantwortliche Gesetze vorantreiben, ohne vom Thema wirklich Ahnung zu haben (vor allem im digitalen Bereich) und auch ohne mal unabhängige ExpertInnen zu befragen![110] Schwierig wird es dann bei der Frage nach der verpflichtenden Alterskontrolle, die sich technisch kaum fehlerfrei und privatsphärengerecht umsetzen lässt[111] und zahlreiche juristische Fragen aufwirft.[112] In den USA, die ja bekanntermaßen mit dem Datenschutz keine Probleme haben, wird gerade die schlechtmöglichste aller Lösungen diskutiert, da dort die Problemplattformen die Einlasskontrolle selber übernehmen sollen.[113] Aus Datenschutz-Kreisen kommt dagegen ein überraschend progressiver Ansatz, der sicher einer näheren Betrachtung innerhalb eines Praxistests lohnt.[114] Damit einhergehend zeigt die gerade kontrovers geführte Diskussion über eine Klarnamenpflicht im Internet[115, 116, 117, 118] sehr schnell, was für ein diskriminierender und demokratiefeindlicher Unsinn diese Forderung in der Praxis ist.[119, 120, 121, 122] Aber auch hier gibt es einen Vorschlag, um die verschiedenen Positionen unter einen Hut zu bekommen.[123] Was allerdings in der Diskussion fehlt, ist der wohl naheliegenste Vorschlag: den Betreibern dieser Empörungsplattformen endlich konsequent die juristischen Daumenschrauben anzulegen und sie (wie jeden anderen Informationsanbieter auch) ggfs. für den Schrott und Hass auf ihren Plattformen zur Verantwortung zu ziehen.[124, 125] Hinzu kommt die weitgehende politische Ignoranz des algorithmusfreien[126] und somit nahezu hass- und hetze[127, 128, 129, 130]-resistenten Fediverse.
Aktuell wird richtigerweise(!) recht heftig über (Digitale) Gewalt (gegen Frauen)[131] diskutiert. Darauf angesprochen entblödete sich Bundeskanzler Friedrich Ausländer raus Merz nicht und griff argumentativ ganz tief ins Klo[132, 133, 134], nur um dann anschließend schon wieder mit seinem wirkungslosen wie illegalen Überwachungsinstrument der Vorratsdatenspeicherung vorstellig zu werden.[135, 136, 137, 138, 139] Und wir dachten schon, dass Bundeskanzler Olaf Scholz ein unterirdisches Kommunikationsverhalten hätte.[140, 141, 142]
Als ob dieser Fehltritt noch nicht reicht, legt Friedrich Merz dann noch mal nach und beschimpft die Grünen bzgl. ihrer angeblichen Haltung zur Stellung der Frau im Islam.[143] Langsam wird klar, warum er sich so gut mit Donald Trump versteht, denn für Diesen sind ja auch stets die Anderen Schuld, die er dann auch regelmäßig beschimpt. Und als ordentliche Konservative kübeln Beide dann auch immer fleißig Pauschalurteile über Andere aus, ohne sich mit den Themen intensiver zu befassen. Zunächst ist festzustellen, dass laut dem Koran die Stellung der Frau in islamischen Gesellschaften eine Andere (aber eben nicht grundlegend Minderwertigere) ist, als sie unserem modernen westlichen Weltbild entspricht.[144, 145] (Über die extremistische unterschiedliche Auslegung dieser Rollenvorstellung ist es im aufgeklärten 21. Jhd. zweifelsfrei richtig, sich darüber zu streiten.[146]) Aber genau dies ist sie im traditionellen christlichen Sinne ebenfalls (und vor allem nicht weniger problematisch!)[147, 148, 149] Woher also nimmt sich unser Kanzler das Recht heraus, ganze Gesellschaftsschichten pauschal abzuurteilen und zu beleidigen? Verständlicherweise kommt dieser Eklat in muslimischen Kreisen nicht gut an.[150] Argumentiert man nach dieser Logik und auf diesem unterkomplexen Niveau, dann könnte man auch die gesamte Kirche als pädophilen Haufen[151, 152, 153, 154] aburteilen, der Diese trotz der erschreckend zahlreichen Missbrauchsfälle insgesamt betrachtet aber nicht ist! Zudem sollte man sich vergegenwärtigen, wer hier gerade austeilt: Als 1997 über den Straftatbestand der Vergewaltigung in der Ehe abgestimmt wurde, stemmte sich Friedrich Merz gegen diese Gesetzesnovelle[155] (zusammen mit anderen Politikern, die heute als namhaft gelten!) Korrekterweise muss man anmerken, dass sogar er bedingt lernfähig ist und wenigstens diesen Standpunkt als Vater von zwei Töchtern heute anders sieht.[156, 157] Bedingt, weil er trotzdem nicht müde wird zu zeigen, dass er mental im letzten Jahrtausend kleben geblieben ist.[158, 159, 160, 161] Dass er als einziges Kriterium für die Legitimität von Migration scheinbar dessen wirtschaftlichen Nutzen sieht, zeigt, dass sein Menschenbild generell nicht christlich[162], sondern rein kapitalistisch geprägt ist. Vor diesem Hintergrund sollte dringend die Diskussion geführt werden, wie viel Schaden am Ansehen der Bundesrepublik Deutschland er noch durch solche deplatzierten Aussagen anrichten darf, bevor hieraus endlich politische Konsequenzen gezogen werden!
Total progressiv zeigt sich gerade die NRW-Landesregierung beim Umgang mit dem Hype der KI-Blase[163, 164, 165, 166]: Mit großem Tamtam (und ganz viel Hoffnungs-Pathos) wird der Skandalfirma Microsoft[167, 168, 169, 170] gerade der Rote Teppich für ihr KI-Rechenzentrum im Rheinischen Revier ausgerollt.[171, 172] Also einem Unternehmen, welches in Zeiten des durch Trump (der sich gerade wie ein Total Rüpeliger Unzivilisierter Martialischer Prolet aufführt) belasteten Vertrauensverhältnis und dem weiterhin gültigen CLOUD Act[173, 174] somit eine Einladung zur amerikanischen Wirtschaftsspionage in Deutschland und Europa geboten wird.[175, 176, 177, 178] Nur zur Erinnerung: In deren Produkt Windows steckt mindestens seit 2024 die Spionagesoftware von Palantir drin[179, 180], was dieses Unternehmen so rein gar nicht vertrauenswürdig erscheinen lässt. Und: Egal was uns Microsoft erzählt, es ist par ordre du mufti eh gelogen![181, 182, 183, 184, 185] Wir holen uns somit mit dieser Kooperation (von der noch gar nicht klar ist, ob sie auf Augenhöhe stattfindet) fröhlich schwanzwedelnd den Spion in's eigene Haus! Mit der Förderung Digitaler Souveränität[186] hat dies also rein gar nichts zu tun![187] Daher: Warum stärkt man hier nicht die eigene Wirtschaft? Oder (wenn es unbedingt was mit KI sein soll): Warum denkt man dann nicht weiter und fördert stattdessen eine spionagefreie Open Source-KI?[188] Oder: Warum baut man nicht eine lokale Linux[189]/Open Source[190, 191]-Industrie auf, damit das mit den Jobs mehr als nur ein vages Versprechen und der viel besprochenen Digitalen Souveränität endlich ernst wird?! Denn: Eine Win-Win-Situation setzt nicht zwingend den Einsatz von Windows vorraus! :-) Die aktuellen Geschehnisse in den USA sollten doch endlich klar gemacht haben, dass der entscheidende Punkt bei Linux nicht der ist, dass es kostenlos, sondern dass es frei[192, 193, 194] ist und sich daher die hiesige Wirtschaft nicht von windigen amerikanischen Buden okkupieren zu lassen braucht! Und nachdem jahrzehntelang im Rheinischen Braunkohlerevier[195] die Natur, die Menschen und das Klima mit diesem Braunkohle-Unsinn malträtiert und hängen gelassen wurden, so ist sicher die Frage legitim, wie der große Strombedarf für den ganzen KI-Budenzauber gedeckt werden soll?[196, 197] Aber bei den Schlagworten Wirtschaft und Arbeitsplätze setzt ja bei den meisten (vor allem bei den konservativen) politischen EntscheidungsträgerInnen archaetypisch das rationale Denken aus und etwas anderes als BigTech und maximalen Schaden kommt in ihrem Weltbild ja nicht vor. Speziell beim Umgang mit Microsoft offenbart sich, dass auf politischer Ebene in den letzten Jahren rein gar nichts dazugelernt wurde.[198, 199] Somit stellt es ein Spiel mit dem Feuer dar, als deutsches oder europäisches Unternehmen die eigenen Daten in die Rechner dieses US-Unternehmens zu stopfen. Würden deutsche PolitikerInnen das mit der Digitalen Souveränität ernst meinen, dann würden sie vor dem Hintergrund des tagespolitischen Geschehens eindeutig Grenzen gegenüber den USA ziehen, diese fragwürdigen Unternehmen rauswerfen und ihre Spionagesoftware konsequent verbieten anstatt einen derart peinlichen und obrigkeitshörigen Jubelgesang[200] abzufeiern.
Apropos Grenzsetzung: Ich kann die ganze Aufregung zur nicht vorhandenen Abrenzung (die Brandmauer) der CDU/EVP von der AfD[201, 202, 203] echt nicht nachvollziehen: Die Union hat doch erst im letzten Jahr mit ihrem Gesetzentwurf für ein neues Asylrecht klar gezeigt, dass sie mit oder ohne AfD für die gleiche illegale und menschenverachtende Migrationspolitik[204, 205, 206] steht – wofür sie sich dann auch noch gemeinsam mit ihren Co-Spezis selber feiert.[207] Zu deren Ausländer raus-Party könnte dann sehr passend die Bundestagsband Einstürzende Brandmauern[208] spielen, zusammen mit dem B(r)andbeschleuniger[209]leader Lars Klingbeil. Dabei wäre das, was wir in diesen Tagen brauchen, wohl eher eine Willy Brandt-Mauer.[210]
Die Welt brennt und eines der dringensten Themen ist, dass der (welch ein hässliches Wort in Deutschland) Führerschein zu teuer ist.[211, 212, 213] An den kriegsbedingt explodierenden Benzinpreisen wird politisch herumgebastelt[214, 215, 216], obwohl klar ist, dass sich die Situation mittelfristig nicht entspannt.[217] Und trotzdem kleben die Deutschen weiterhin an ihrem Auto fest[218, 219], so wie die KlimaaktivistInnen auf der Straße. Wie es anders gehen kann[220], will man aber bundesweit weiterhin nicht hören: 1. In der (finanziell gut aufgestellten) Stadt Monheim am Rhein ist der kommunal subventionierte ÖPNV seit 2020 für die StadtbewohnerInnen vollständig kostenlos – mit positiven ökologischen und sozialen Auswirkungen und einem entsprechend niedrigeren Autoverkehr.[221, 222, 223, 224] Dies ist sinnvoll investiertes Geld, da es die Lebensqualität in dieser Stadt erhöht. 2. Aufgrund einer völlig am Boden liegenden ÖPNV-Nutzung bei einem gleichzeitig stattfindenden Autoverkehrsinfarkt bot die Stadt Templin ab 1998 den kostenlosen ÖPNV und ab 2003 für einen wieder eingeführten, aber sehr niedrigen Beitrag an (z.Zt. €44/Jahr!) – mit sehr großem Zulauf.[225, 226] 3. In der finnischen Stadt Oulu baute man ab den 1970er-Jahren bis heute konsequent eine Infrastruktur für den Radverkehr auf, die die Menschen dort selbst bei tiefsten Minusgraden aufgrund des hervorragenden Winterdienstes begeistert nutzen.[227, 228]
Dies sind sicher geglückte Ausnahmebeispiele, die aber zeigen, was möglich ist, wenn der entsprechende Wille zur Veränderung herrscht. Was wäre denn die Alternative? Weiterhin das Klima kaputt fahren? Weiterhin Preisexplosionen ertragen und daran legislativ herummurksen? Weiterhin sich von durchgeknallten Autokraten abhängig machen? Dies verdeutlicht:
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!
Diese zusammengewürfelten konservativen Eskapaden zeigen, dass diese NIMBY[229, 230]-/Sankt-Florians[231, 232]-Politik endlich aufhören muss, wenn es in Deutschland wirklich vorwärts gehen soll. Denn diese konservative Suche nach dem Stein der Greisen[233], die NGOs pauschal als ihren Feind kategorisiert[234, 235, 236] und nun die antifaschistische zivilgesellschaftliche Arbeit angreift[237, 238, 239], kann nur in den total(itär)en[240] Untergang führen!

